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koffeinsucht

Die unterschätze Gefahr

Ein Energy Drink um Mitternacht wirkt harmlos. Aber wie gefährlich ist der tägliche Koffeinkonsum tatsächlich?

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der Erwachsenen in Industrieländern konsumieren täglich Koffein

gilt als unbedenkliche Tagesdosis – eine Dose Energy Drink hat bis zu 150 mg

dauern Entzugssymptome wie Kopfschmerzen und Reizbarkeit nach dem Absetzen

Er betritt die Tankstelle mitten in der Nacht. Kein Plan, kein Bett – nur das Summen des Kühlschranks und ein Regal voller schneller Lösungen. Er greift zur Dose.

wirkung von kopf bis fuß

gehirn

Adenosin-Blockade
Koffein blockiert Adenosin-Rezeptoren,
die Müdigkeit signalisieren.
Das Gehirn bleibt wach –
auf Kosten eines späteren
Einbruchs.

herz

Puls steigt
Koffein erhöht Herzrate und
Blutdruck kurzfristig.
Bei hohen Dosen kann es
Herzrasen und Unruhe
auslösen.

lunge

Atemwege weiten sich
Koffein entspannt die Bronchien
leicht. Historisch wurde es daher
sogar als Asthma-Mittel
eingesetzt.

magen

Die Säureproduktion steigt.
Koffein regt die Magensäure an.
Auf nüchternem Magen kann das
Übelkeit verursachen.

Wie viel steckt drin?

espresso

~80 mg pro Tasse
Konzentriert, aber klein – überschaubar bei einer Tasse.

filterkaffee

~100 mg pro Tasse
Das klassische Frühstücksgetränk – 3–4 Tassen sind schon an der Grenze.

energy drink

~80–150 mg pro Dose
Im Film die Wahl der Nacht – eine Dose reicht schon, um den Schlaf zu stören.

grüner tee

~30–50 mg pro Tasse
Wenig Koffein, dafür L-Theanin – wirkt ruhiger und länger anhaltend.

Die Sache mit dem Schlaf

Schlafmangel und Koffein verstärken sich gegenseitig. Wird Koffein nach 14 Uhr eingenommen, reduziert es die Schlaftiefe messbar. Die Schlafqualität sinkt. REM-Phasen werden intensiver und wirrer. Träume werden lebhafter und  schwerer von der Realität zu trennen.

Genau hier setzt der Film an: Ein erschöpftes Gehirn erfindet eine ganze Nacht voller Zufall, Gewinn und Verlust,  und der Protagonist wacht auf, als wäre alles real gewesen.

koffein reduzieren - so gelingt's

Wer Koffein abrupt absetzt, riskiert Entzugssymptome. Besser: schrittweise reduzieren, täglich um ca. 10 %, und auf ausreichend Wasser und Schlaf achten. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet weiterführende Infos unter bzga.de.